Bestatter

Der Bestatter ist bei einem Todesfall wohl der wichtigste Helfer. Das Berufsbild des Bestatters hat sich in den letzten Jahrzehnten wohl grundlegend verändert. Früher war das Hauptaufgabengebiet des Bestatters in erster Linie der Transport des Verstorbenen zum Friedhof. In der heutigen Zeit organisiert der Bestatter die Bestattung und erledigt viele Formalitäten für die Angehörigen und Verbliebenen.

Der Bestatter ist kein geschützter Beruf. Für die Ausübung eines Bestatters wird nur ein Gewerbeschein von der Stadtverwaltung benötigt. Die meisten Bestatter gehören aber zu einem Familienunternehmen, wo der Beruf des Bestatters schon seit Jahrzehnten eine Tradition hat und vererbt wird.

Seit dem Jahr 2003 gibt es den Ausbildungsberuf der Bestattungsfachkraft. 2005 wurde das Ausbildungszentrum der angehenden Bestatter in Münnerstadt eröffnet. Hier kann man an zweiwöchigen Schulungen teilnehmen und auch eine Fortbildung zum Bestattermeister oder Kremationstechniker ist möglich.

Der gute Ruf der Bestatter wurde auch in den letzten Jahren durch eine Qualitätsoffensive des Bundesverbandes der deutschen Bestatter gefestigt. Der Bundesverband verabschiedete ein Zeichen mit dem Namen „Bestatter – vom Handwerk geprüft“. Über 1000 Bestattungsunternehmen in Deutschland führen seitdem dieses Markenzeichen. Es wird vom Bundesverband an die Bestatter verliehen, die die Anforderungen an persönliche fachliche und betriebliche Voraussetzungen erfüllen.

Zu diesen Voraussetzungen, die ein Bestatter zu erfüllen hat, gehören Mitarbeiter, die qualifiziert sind, eine Erreichbarkeit rund um die Uhr und eine Preisgestaltung, die von jedem Außenstehenden erkannt wird. Gerade bei einem Todesfall, wenn die Angehörigen sich in einem gefühlten Ausnahmezustand befinden, ist der Bestatter wahrscheinlich mit die größte Stütze in dieser Situation.

Es gibt kein Gesetz, was die Hinzunahme eines Bestatters bei einer Beerdigung vorschreibt, aber gerade die Formalitäten bereiten den Hinterbliebenen überaus große Hürden. Der Bestatter erledigt die Behördengänge und betreut die trauernde Familie umfassend und kompetent. Auch um die Bestattungszeremonie kümmert sich der Bestatter. Er organisiert die gesamte Bestattung und die anschließende Trauerfeier, erledigt die genannten Formalitäten und Behördengänge. Ferner kümmert sich der Bestatter um die Festlegung des Grabes, um eine würdevolle und feierliche Aufbahrung und bei der Auswahl des Grabmales. Auch bei der Herstellung der Trauerkarten und der Aufgabe der Traueranzeige ist der Bestatter hilfreich.

Solch eine Fülle von Dienstleistungen hat natürlich auch bei einem Bestatter seinen Preis. In solch einer Lage fragen sich natürlich viele Hinterbliebene, ob ein Vergleich verschiedener Bestatter in einem Trauerfall durchgeführt werden darf. Das sollte man aber nicht, denn der Trauerfall ist zu einem Geschäft wie jedes andere geworden. Selbst die Stiftung Warentest untersucht in regelmäßigen Abständen die Preise und Leistungen der Bestatter. Hier muss man aber sagen, dass Preisunterschiede bei den Bestattern durch Umfang und Qualität der angebotenen Leistungen gerechtfertigt sind.

Eine Umfrage der Stiftung Warentest ergab, dass knapp 90 Prozent der Leser der Stiftung Warentest mit der Leistung Ihres Bestatters zufrieden waren. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, in diesem Fall 10 Prozent der Bestatter. Aber der überwiegenden Großteil der Bestatter erledigt seine Arbeit in der größtmöglichen Verantwortung, die die Hinterbliebenen und Angehörigen von Ihm erwarten. Das Markenzeichen des Bundesverbandes der deutschen BestatterBestatter vom Handwerk geprüft“ gibt den Angehörigen eine gute Orientierungshilfe hinsichtlich der Auswahl eines Bestattungsunternehmens. Wenn man sich Gedanken um die eigene Durchführung der Beerdigung macht, sollte man sich um eine entsprechende Bestattungsversicherung kümmern.